VÖ: 31.03.2017
Label: AFM Records
Autor: Arne Cerull
Bewertung: 7 / 10
Ein neues Album der 1982 gegründeten Gruppe Sinner, um den auch von Primal Fear bekannten Mat Sinner, steht ab dem 31.03.2017 erneut über AFM Records an. Es hat den Titel “Tequila Suicide“ und umfasst 10 Songs. Ebenfalls von Primal Fear bekannt und neu in die Band mitgebracht, der sympathische Francesco Jovino am Schlagzeug. Eines sei aber schon sofort gesagt, die immer wieder aufkommenden und stets leidigen Vergleiche von Sinner und Primal Fear sind auch diesmal völlig überflüssig. Nun denn, wenn ich mich nicht verzählt habe und man “Touch Of Sin II“ mitzählt, liegt uns nun mit “Tequila Suicide“ Album Nummer 18 vor. So viele vollwertige Alben im Rücken zu haben ist schon eine sehr beachtliche Hausnummer. Und jedes mal stellt man sich bei Sinner die Frage, ist das jeweils neue Album eher Hard Rock lastig, Melodic Metal oder gar eher klassischer Heavy Metal wie zum Beispiel bei “Touch Of Sin“ von 1985 ? Eventuell sogar in Richtung Power Metal wie 2004 bei “There Will Be Execution“...
Also die ersten beiden Songs “Go Down Fighting“ und das bereits schon von dem vorab veröffentlichten Video bekannt und Titellied “Tequila Suicide“ gehen schon mal
flott los. Der erste Song deutet schon an wohin sich das ganze Album letztlich bewegt. Und Titellied und Song Nummer 2 möchte zwar sehr gerne ein richtiges Ohrwurmlied sein, aber so ganz mag es
irgendwie nicht klappen. Das gab es bei Sinner schon mal besser. “Road To Hell“ zeigt nun offensichtlich den Charakter dieses Albums. Eine echte Hard Rock Nummer, tolles Bassspiel, die typischen
Gitarren für diesen Musikstil und nicht zuletzt der starke Gesang.
Für die Melodic Metal Freunde gibt es dann aber mit Lied Nr. 4 “Dragons“ auch noch etwas geboten. Spannend wird es dann noch mal mit der 6. Nummer “Sinner Blues“. Wie der Titel vermuten lässt, eine echte Rock-Blues Nummer. So gar richtig richtig gut! Zum Schluss gibt es mit dem 10.Titel zum Ausklang, “Dying On A Broken Heart“, noch ein weiteres Lied, welches eher im melodischen Hard Rock Bereich angesiedelt ist.
Sinner haben hier diesmal ein eher Hard Rock lastiges Album aufgenommen. Nachdem nun viele alteingesessene Bands in letzter Zeit es noch mal wissen wollten und zum
Teil unerwartet starke Alben veröffentlicht haben, scheint es hier nicht ganz gelungen zu sein. Irgendwie war schon mal alles besser bei Sinner und auch ein erfrischtes „Feeling“ kommt nicht so
rüber wie bei anderen vergleichbaren Bands. Ich glaube Sinner bewahren sich das für die nächste CD auf. Trotzdem haben wir es natürlich mit gestandenen Musikern zu tun die ihr Handwerk
verstehen.
Nun ja, jetzt kann man hier je nach Betrachtungsweise entweder ganz böse sein und nur 6 Punkte vergeben, oder halt eben doch 7 oder gar 8 Punkte. Ich denke, es gibt
hier 7 Punkte und je nach Betrachtungsweise kann ja jeder nach oben oder nach unten abweichen. Hängt eventuell auch davon ab, wie viel Tequila man gerade intus hat.
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