VÖ: 07.02.2025
Label: RPM / Roar
Autor: Rainer Kerber
Bewertung: 8 / 10
Saber stammen aus der Stadt der Engel Los Angeles (Kalifornien). Die im Jahr 2018 gegründete Band hat sich dem traditionellen New Wave of British Heavy Metal der achtziger Jahre verschrieben. Nach zwei Singles erschien 2021 das Album Debüt „Without Warning“ in Eigenregie. Inzwischen sind sie bei dem griechischen Label RPM-ROAR unter Vertrag. Unter diesem Label erscheint im Februar der Nachfolger „Lost In Flames".
Das Album startet gleich mit dem Titelsong „Lost In Flames“. Und zu Beginn hört man passenderweise das Knistern von Flammen. Aber nur sehr kurz. Später stehen melodische Hooks und harte Gitarrenriffs im Vordergrund. Steven Villa singt in höheren Tonbereichen, aber kraftvoll. Und schon folgt das erste Gitarren-Solo. Dem folgt dann später weitere. Mit „Pheonix Rising“ wird in den Hochgeschwindigkeits-Modus gewechselt. Vor allem das Schlagzeug treibt voran. Die Gitarren, aber auch der Sänger ziehen da voll mit. Ein ruhiger, ja fast hymnischer Part wird eingefügt, bevor der Song mit Highspeed Gitarren ausklingt. Schräg klingende, stark verzerrte Gitarre-Riffs leiten „Madam Dangerous“ ein. Danach gibt es rhythmische Riffs. Und ein weiteres gutes, aber leider nur kurzes Gitarren-Solo. Obwohl, es bleibt erneut nicht nur bei einem einzigen Solo.
„Shattered Dreams“ wird bestimmt von schnellen Riffs und nicht minder schnellen Hooks. Ein gutes Zusammenspiel der beiden Gitarristen. Das hohe Tempo setzt sich bei „Time Tells All“ fort. Einige hohe Metal Screams sind zu hören. „Shadow Of You“ setzt zunächst den bitter nötigen Ruhepunkt. Bevor auch hier etwas Fahrt aufgenommen. Erst wunderschöne Ballade, dann Metal-Hymne. Nach dem kurzen Schlagzeug-Intro wird auch bei „On The Hunt“ losgeballert. Fast im Sekundentakt abgefeuerte rhythmische Riffs und gelegentliche hohe Metal Screams prägen den Song. „Steel Breaker“ beendet das Album mit erneuter Hochgeschwindigkeits-Power.
Mit „Lost In Flames“ haben Saber ein hochklassiges Album veröffentlicht. Über weite Strecken hört man kompromisslosen harten zum Teil mit hoher Geschwindigkeit gespielten Power Metal. Man kann sehr gut Vorbilder wie Judas Priest oder Riot erkennen. Dabei präsentieren die Musiker einen durchaus eigenständigen Sound.
Review ebenfalls erschienen bei KEEP ON ROCKING MAGAZIN
Kommentar schreiben