HARAKIRI FOR THE SKY - Scorched Earth


Tracklist:

  • Heal Me
  • Keep Me Longing
  • Without You I’m Just A Sad Song
  • No Graves But The Sea
  • With Autumn I’ll Surrender
  • I Was Just Another Promise You Couldn’t Keep
  • Too Late For Goodbyes
  • Street Spirit (Fade Out)


Info:

VÖ:  24.01.2025

Label:  AOP Records


Video:


Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

 

Bewertung:  8,5 / 10



Harakiri For The Sky sind eine Post Black Metal Band. Die beiden Masterminds stammen aus Wien und Salzburg (Österreich). OK, bei Live-Auftritten holen sie sich Verstärkung. Davon konnte ich mich im Jahr 2019 beim Metal over Malta Festival überzeugen. Gegründet 2011 wurden bisher sieben Studio-Alben veröffentlicht. Obwohl, das stimmt nicht ganz, Denn sowohl „Aokigahara MMXXII“ als auch „Harakiri for the Sky MMXXII“ (beide 2022) sind offensichtlich Re-Releases der ersten beiden Alben der Band. So gerechnet ist „Scorched Earth“ das sechste reguläre Album.

 

Bereits der Opener „Heal Me“ bietet ein Wechselbad der Gefühle. Es beginnt mit ruhigen Piano Melodien und einem Gitarren Fade In. Bevor die Gitarren kraftvoll einsetzen. Der Gesang ist dann zwar melodisch aber sehr heftig und kratzig, geschrien und gescreamt. Die Double Bass wummert. Und dieses Wechselspiel aus schönen Melodien und bösen Screams setzt sich auch bei „Keep Me Longing“ fort. Zunächst hören wir wieder Piano-Melodien, dazu Streicher. Nach etwas mehr als einer Minute drängen sich die heftigen Gitarren in den Vordergrund und liegen quasi als Teppich unter den Screams. Aber so bleibt es nicht. Der mit zehn Minuten und vierzig Sekunden längste Song des Albums ist äußerst abwechslungsreich. Harte Passagen wechseln ab mit schönen Melodien und auch ruhigeren Abschnitten. Immer wieder ist die hektische Double Bass zu hören. Ist das schon Progressive Black Metal? „Without You I’m Just a Sad Song“ ist nur unwesentlich kürzer. Und nicht minder abwechslungsreich.

 

Erneut ein ruhiger Beginn und dann heftige Gitarren. „No Graves but the Sea“ startet mit gezupften akustischen Gitarren und Keyboards. Bevor die harten Gitarren für viel Melodien sorgen. Welche natürlich von Screams übertönt werden. Und genau so geht es auch bei „With Autumn I’ll Surrender“ sowie „I Was Just Another Promise You Couldn’t Keep“ weiter. Wobei nicht nur innerhalb eines Songs für abwechslungsreiche Melodien und Instrumental-Begleitungen gesorgt wird, sondern auch zwischen den einzelnen Songs. „Too Late for Goodbyes“ bietet dann überraschenderweise etwas Klargesang. Es klingt, als hätten Harakiri For The Sky hier mit einer Gastsängerin gearbeitet. Trotzdem dominieren auch über weite Strecken die Screams. Die nächste Überraschung erwartet den Hörer bei „Street Spirit (Fade Out)“. Bei diesem Song wird komplett auf Screams verzichtet. Eine Power-Ballade zum Abschluss hätte man wirklich nicht erwartet.  

 

Ich sagte es bereits weiter oben, das Album bietet ein Wechselbad der Gefühle. Auf „Scorched Earth“ ist alles vorhanden, Viele melodische Passagen, harte, teils hektische Metal Riffs, harsche Scream aber auch gefühlvolle Elemente. Es ist ein Album, das nicht nur dem Black Metal Fans gefallen dürfte, sondern auch Anhängern von Power sowie Melodic Metal. Wer sich mit den Screams anfreunden kann, dem bietet „Scorched Earth“ etwas mehr als eine Stunde beste Unterhaltung.


Review ebenfalls erschienen bei KEEP ON ROCKING MAGAZIN


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