VÖ: 04.04.2025
Label: Mighty Music
Autor: Kerbinator
Bewertung: 7,5/ 10
Die Melodic Rock Piratentruppe sticht wieder in See. Und zwar mit ihrem mittlerweile sechsten Album „Chasing Danger“. Die Rede ist von den Schweden Captain Black Beard, die es nun auch schon bereits seit 2009 gibt und sich in der zumindest schwedischen Melodic Rock Szene hinreichend etabliert haben. Seit dem letzten Album („Neon Sunrise“ 2022) hat sich einiges getan bei den Jungs. Am einschneidendsten ist sicherlich die Veränderung am Mikro. Hier singt ab sofort ein gewisser Fredrik Vahlgren und dieser besitzt eine etwas höhere, aber auch etwas rauhere Stimme, als man es bisher von den Black Beards gewohnt war.
Zehn neue Songs ebnen sich den Weg in des Melodic Fans Gehörgänge. Angefangen beim echten Hit „Dreams“, dessen Refrain sich sofort einprägt. Aufgrund der flott von der Hand gehenden Rhythmik wird man beinahe an Songs von Axel Rudi Pell erinnert. Ein richtig feiner Auftakt-Stadionrocker. „When It’s Over“ wandelt dann bereits schon eher auf den Pfaden der „Perlen des Plüschs“ und kommt ganz in der Tradition von Bands wie Brother Firetribe mit viel Keyboards und Schmelz. Dabei wird Tastenmann Johnny Lönnmyr gar nicht als offizielles Bandmitglied aufgeführt, spielt aber bei den Songs meist eine absolut tragende Rolle. So auch bei typisch schwedischen Melodic Rock Hookline Stücken wie „Chasing Rainbows“, „Read Your Mind“ oder dem etwas outer spacigen „AI Lover“.
Der Beginn und das Ende von „Shine“ klingt ein wenig nach eiernder Schallplatte. Kleine Gimmicks, die einen solchen Song auch abwechslungsreich gestalten. Gitarrist Daniel Krakowski bietet jederzeit Qualität an und bewegt sich im oberen Regal ausgezeichneter Melodic Rock / AOR Gitarristen. Die obligatorische Ballade findet man in „Piece Of Paradise“, wobei diese angenehm unschwülstig und nicht zu schlüpfrig ertönt und sogar seine rockigen Powerballaden-Momente hat.
Zum Abschluß gibt’s bei „In Your Arms“ noch so etwas mit melodische Epik und rundet ein Album ab, das jedem Fan von Bands wie H.E.A.T, Brother Firetribe oder auch The Night Flight Orchestra gefallen dürfte. Gespickt mit übereingängigen Songs, hat man durchaus das Potential den ein oder anderen Szene-Hit zu landen und sich somit noch größer ins Gespräch zu bringen. Melodic Rock / AOR Fans merken sich bitte den Namen Captain Black Beard und hören in „Chasing Danger“ zumindest rein.
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