AIRFORCE - Acts Of Madness


Tracklist:

  • Among The Shadows
  • Life Turns To Dust 
  • The Fury 
  • Cursed Moon 
  • Sniper 
  • Lost Forever 
  • Westworld 
  • Heroes 
  • Obliterated 
  • Hacksaw Ridge 
  • Strange World (Iron Maiden cover) 


Info:

VÖ:  21.02.2025

Label:  ROAR / Rpm


Video:


Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5 / 10



Bei Airforce spricht man von NWOBHM Legende und UK Heavy Metal Pionieren. Ehrlich gesagt kannte ich die Band bis dato nicht und wenn man das Netz bemüht, kam das erste richtige Album auch erst 2016 raus. Gegründet wurde man wohl 1987 und es gab wohl auch schon in den 80ern einige Aufnahmen. Diese haben es aber anscheinend nicht zu größeren Veröffentlichungsehren gebracht. „Acts Of Madness“ heißt nun das neue, dritte Album und sollte eigentlich schon viel früher erscheinen, aber die Pandemie hat ihren Teil dazu beigetragen, das es nun 2025 werden musste, um das Album herauszubringen.

 

Stilistisch ist man eher im traditionellen Metal unterwegs, wobei gerade Iron Maiden Pate standen für die Songs von Airforce. Und Sänger Lino setzt ebenfalls auf einen gehörigen Dickinson-Einschlag, ohne aber zu sehr zu kopieren. Elf Songs mit einer knappen Stunde Spielzeit bieten dann auch genügend Anhörungsmaterial, um sich eine eigene Meinung über die Briten zu bilden. „Among The Shadows“, „Life Turns To Dust“ und „The Fury“ wandern munter und mit Midtempo-Power auf 80er Pfaden, als Iron Maiden, Judas Priest oder auch Blitzkrieg teilweise noch mehr straight unterwegs waren und komplexe Strukturen außen vor blieben. Soundmäßig sind Airforce absolut state of the art und mit heavy gestalteten Riffs unterwegs, die auch mal eine Prise US Metal atmen.

 

Zu Beginn werden manche Songs mit kleinen Gimmicks eingeleitet, um dadurch zusätzliche Würze zu erhalten. So heult bei „Cursed Moon“ der ein oder andere Wolf drauflos, bei „Sniper“ wird die Knarre erstmal durchgeladen und bei „Heroes“ werden Kampfflugzeuge aktiv. Nette Kleinigkeiten, die auf die geballte Metal-Power, die dann meist folgt, hinleiten. Wenn dann noch die Kettensäge bei „Hacksaw Ridge“ aufheult, fühlt man sich endgültig in besten Händen bei Airforce. Gitarrist Chop Pitman macht einen erstklassigen Job an der NWOBHM-gestählten Axt und…Überraschung…mit Doug Sampson sitzt doch glatt ein kurzzeitiger Maiden-Drummer hinter den Kesseln. Dazu, wie erwähnt, der maiden-eske Gesang von Lino, das lässt die Luft schon gehörig manchmal nach Eisernen Jungfrauen duften.

 

 

Und nicht zuletzt auch deshalb, weil abschließend mit „Strange World“ noch eine Coverversion eines Maiden-Klassikers aufgefahren wird. Allerdings in rockigerer, metal-lastiger Version. Aller Widrigkeiten zum Trotz haben es Airforce also geschafft „Acts Of Madness“ doch noch herauszubringen. Auch weil Jezz Coad eingesprungen ist, als Produzent und Bandfreund Pete Franklin leider verstarb. Das Ergebnis kann sich echt hören lassen und dürfte keinen Freund klassischen 80er Metals mit Maiden-Kante enttäuschen. 



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