VOLTURIAN - Crimson

Tracklist:

 

  • Crimson Dust
  • New Life
  • Haunting Symphony
  • Broken
  • The Killing Joke
  • In A Heartbeat
  • Between The Sleepers
  • Days Before You Died
  • Forevermore
  • Fading Like A Flower

Info:

 VÖ:  24.04.2020

Label:  Scarlet Records


Video:

Bewertung:

Autor: Rainer Kerber

Bewertung:  8 /10



Man kennt sich in der Metal-Szene. Auch wenn man bei verschiedenen Bands arbeitet. Und man startet auch gemeinsam neue Projekte. So haben sich erst kürzlich Sleeping Romance Sängerin Federica Lanna und Frozen Crown Mastermind Federico Mondelli zusammengetan. Herausgekommen sind Volturian. Die Vorlieben der Band erstrecken sich vom New Wave bis zum 90er Jahre Euro-Pop. Angereichert mit düsterer Gothic-Atmosphäre. Das ist zwar nicht neu, klingt aber spannend. Vor allem wenn man sieht, welche guten Musiker außerdem noch in der Band sind. Im April wird nun das Debüt “Crimson” veröffentlicht.

 

Nach dem das Synthie-Intro “Crimson Dust” verklungen ist, glaubt man eine Scheibe von Amaranthe aufgelegt zu haben. Zu sehr erinnert der ganze Stil von “New Life” an die schwedischen Pop-Metaler. Klarer Frauengesang, männliche Clear Vocals und Growls im Wechsel. Stimmlich muss sich Federica Lanna nicht hinter Elize Ryd verstecken. Aber schon “Haunting Symphony” klingt dann rockiger. Und Federica übernimmt den kompletten Gesangs-Part. Hier kann auch Federico Mondelli sein Können an der Gitarre zeigen. Dafür werden bei “Broken” wieder verstärkt Synthies eingesetzt. Und es gibt erneut das Wechselspiel “Die Schöne und das Biest”. Allerdings werden Erinnerungen an eine andere italienische Band wach, an Temperance.

 

Bei “In A Heartbeat” kann man dann ein Duett von Federica Lanna mit der Frozen Crown Sängerin Giada “Jade” Etro hören. Für mich einer der Höhepunkte des Albums. Nicht nur, weil man gleich zwei hervorragende Sängerinnen genießen kann. Auch musikalisch ist der Song gut gelungen. Bei “Days Before You Died” dominieren dann wieder die Synthies und Techno-Beats. Ganz zum Schluss gibt es noch eine tiefe Verbeugung vor der leider viel zu früh verstorbenen Roxette-Sängerin Marie Fredriksson. Das von Herzen kommende Cover des Welthits “Fading Like A Flower” ist der krönende Abschluss.

 

“Crimson” ist ein durchaus gelungenes Album-Debüt. Von den genannten Vorbildern sind vor allem Amaranthe und gelegentlich (neue) Nightwish herauszuhören. Es ist voll von eingängigen Melodien. Hin und wieder werden einige Härte-Grade hinzugefügt, vor allem wenn der Gitarrist seine Soli spielt. Sicherlich, Volturian haben das Genre nicht neu erfunden. Den Pop-Metal/Rock dominieren noch immer die Skandinavier mit Amaranthe oder auch Battle Beast. Aber die Italiener setze einige interessante Farbtupfer. Metal-Puristen werden zwar die Nase rümpfen, aber wer ein Fan der genannten Vorbilder ist, sollte auch “Crimson” eine Chance geben.

 



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