HOLLOW - Between Eternities Of Darkness

Tracklist:

  • Travel Far
  • Fate Of The Jester
  • Down
  • Pull Of The Undertow
  • Shadow World
  • Hidden
  • Calling
  • The Road I'm On
  • Death Of Her Dream
  • Say Farewell

Info:

VÖ:  06.12.2018

Label:  Rockshots Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10



Diese Band kenne ich nur vom Hörensagen und dem Umstand, daß deren Album „Architect of the Mind“ damals in diversen Mailordern zum Schleuderpreis verscherbelt wurde. Vielleicht sollte ich mir dieses Album der Schweden Hollow aber wirklich einmal anhören, denn es gibt jetzt eine neues Werk namens „Between Eternities Of Darkness“ und dieses ist richtig, richtig gut.

 

Im Gegensatz zum Album von 1999 besteht die „Band“ heute nur noch aus 2 Leuten, dem Drummer Stalder Zantos und dem Mainman Andreas Stoltz (Binary Creed), der neben Gesang und Gitarre auch noch alles andere spielt. Von einer Band im eigentlichen Sinne kann man also prinzipiell nicht mehr sprechen, eher von einem Projekt. Ob sich dies bei eventuellen Live-Aktivitäten ändert, bleibt abzuwarten.

 

Jedenfalls ist „Between Eternities Of Darkness“ ein starkes Album im Bereich Prog-/Powermetal, welchem man Einflüsse von Fates Warning und Queensryche nicht ableugnen kann. Die Stimme von Andreas Stoltz ist angenehm und etwas progmetal-typisch, in den ganz hohen Lagen klingt er vielleicht ein wenig zu piepsig. Aber dies ist eher selten der Fall. Viel mehr trägt er die Songs mittels Gesang in anspruchsvolle Bahnen und die Refrains sind melodisch, aber nie zu eingängig.

 

„Travel Far“ besitzt trotz seiner musikalischen Eingängigkeit einen gewissen Sperrigkeitsfaktor, den man erst bei dem folgenden „Fate of the Jester“, mit tollen Powermetal-Refrain, etwas verliert.

Um Abwechslung im gesteckten Rahmen sind Hollow bemüht. „Down“ besitzt beispielweise einen coolen stonermäßigen Refrain und mit dem genialen „Shadow World“ gibt’s die erste Power-Halbballade, die von seinen Melodien in der obersten Liga mithalten kann. Auch die Gitarrenarbeit von Andreas Stoltz ist erste Sahne, zwar ohne die ganz große Zauberkunst etwaiger Progmetal-Gitarrenhelden, aber mit viel Verständnis für die jeweilige Stimmung.

 

Der Höhepunkt liegt im Song „Calling“, bedingt durch seinen überirdischen Refrain. Welch ein Monstersong, der einem nicht mehr aus dem Ohr geht. Wenn diese Nummer so gewollt war, dann Hut ab. Und auch der Rest des Albums reiht sich nahtlos ein und überzeugt von vorne bis hinten.

 

Natürlich ist auch einiges an Powermetal-Melodik mit an Bord. Als Vergleich fallen mir Pyramaze mit Lance King ein. Die Stimme klingt ähnlich, ohne den guten Lance natürlich zu erreichen und auch die Musik kommt in die Nähe. Alles in allem ist Hollow ein echt überraschendes Statement nach 20 Jahren Abstinenz. Ob sich die Band etablieren kann wird daran liegen, ob man sich auch zukünftig als Band präsentieren will/wird. Und damit verbunden, ob man an der Livefront aktiv sein wird.

 

Also, jetzt gilt es die vergangenen Alben von Hollow ebenfalls zu entdecken und „Between Eternities Of Darkness“ als neues Werk zu erleben. Worauf wartet ihr ?



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